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Streamingdienste und die Werbewelt

In den letzten Jahren zählten Streamingdienste im deutschsprachigem Raum wohl eher zu Rand- bzw. Modeerscheinungen. Anbieter wie Maxdome oder Watchever wurden zwar wahrgenommen, jedoch kaum genützt. Dies hat sich mit dem Einstieg des Streaming-Riesen Netflix im Jahr 2014 drastisch geändert.

Die Zahlen bei den Video-on-Demand Konsumenten sind stark angestiegen und heutzutage gehört diese Sparte zur schnellst wachsenden innerhalb der Medienbranche. Aufgrund der verschiedenen Bezugsformate ist diese Entwicklung auch für die Werbebranche von großer Bedeutung. Denn neben dem klassischen Abonnement gibt es auch sogenannte Ad-supported Video-on-Demand Modelle. In diesen Fällen können die Konsumenten die Inhalte gratis genießen, dabei werden Sie jedoch entweder vor, während oder nach dem Video mit Werbung konfrontiert.

Dadurch entsteht für die Werbebranche ein neuer Kanal, welcher genutzt werden kann um Marken und Produkte bekannt zu machen. Das große Potential liegt dabei in der Zielgruppe und den multimedialen Einsatzmöglichkeiten. Denn zum Einen ist das Hauptpublikum von VoD-Formaten unter 29 Jahre und damit relativ jung und zum Anderen können diese Inhalte von diversen Endgeräten wie Smart-TV, Tablet, Laptop oder Smartphone konsumiert werden.

Somit kann man mit den richtigen Werbeschaltungen auf verschiedenen Kanälen mit dem gleichen Inhalt eine spezielle Zielgruppe erfolgreich ansprechen. Diese Entwicklung beunruhigt vor allem Sender über freie Anbieter, da ein zusätzlicher Konkurrent um die Gunst der Werbekunden am Markt erschienen ist.

Doch bis dato müssen sich die Fernsehsender noch keine großen Sorgen machen, da im Vergleich zum linearen Fernsehen das Benutzen von Onlinevideotheken nur einen verschwindend geringen Anteil am Gesamtmarkt ausmacht.

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