Wie können Ärzte für ihre Praxis Werbung machen ?

Mit Krankheit wirbt man nicht, für Ärzte gilt ein Werbeverbot. Dieses Bewußtsein herrscht nach wie vor trotz unserer werbeorientierten Welt. Dieses Bewußtsein herrscht insbesondere bei den Ärzten selbst, obwohl sie unter Beachtung einiger wettbewerbs- und standesrechtlicher Vorgaben so frei wie nie sind, sich und ihre Praxen der Öffentlichkeit zu präsentieren und damit auch eine wünschenswerte Orientierung für Patienten zu geben.

Eine Homepage im Internet ist heutzutage eigentlich ein „MUSS“ für jeden Arzt und fast gilt es schon als Abwertung, wenn eine solche Außenorientierung fehlt. Spezielle Internet-Agenturen helfen bei der Erstellung und Pflege einer solchen Homepage, die wie ein stets sichtbares Schaufenster die Kompetenz des Arztes und seiner Praxis verdeutlicht. Zudem muss die eigene Homepage bekannt gemacht werden. Die sogenannte Suchmaschinenoptimierung ist so zur Pflicht im modernen Werbe-Mix geworden. Hier können ebenfalls spezielle Agenturen helfen und auch die großen Gesundheitsportale geben bereits Tipps für die Suchmaschinenoptimierung für Arztpraxen als Bestandteil des Praxismarketings.

Und wo ist der nächste Schritt in die moderne, mediale Werbewelt für den Arzt? Dies könnte die Welt der smartphones sein. Mit Hilfe einer Datenerfassung mit Patienteneinwilligung kann eine sms-Brücke zwischen Arzt und Patient geschaffen werden mit regelmäßigen Mitteilungen zu individuellen Themen ( …neues Medikament für eine bestehende Krankheit verfügbar) aber auch zu allgemeinen Themen ( …Grippevirus im Vormarsch – Schutzimpfung möglich) und auch zur Überwachung von Vorsorgeuntersuchungen und anderen wichtigen Arztterminen.

Ein solches Konzept ist anschließend unschwer auszubauen/umzubauen in ein Twitter– und Facebook-Konzept. Spezielle Werbeagenturen für Ärzte-Marketing können bei der Entwicklung, bei der Gestaltung und bei der Pflege derartiger Konzepte professionell helfen.

Außerhalb der medialen Welt liegt eine Werbung für Ärzte natürlich auch darin, sich der Öffentlichkeit regelmäßig zu präsentieren, wie z.B. über Fachartikel in der örtlichen Presse oder auch durch Vortragsveranstaltungen zu medizinischen Fragen in der eigenen Praxis oder in Kooperation mit örtlichen Institutionen ( Sparkasse, ..Stadtwerke etc.).

Aber auch in „gedruckter Form“ haben Ärzte nach wie vor Werbemöglichkeiten. Es fehlt in den Briefkästen der Flyer von „Dr. Schweigsam“, mit dem darüber informiert wird, dass die gesetzlichen Krankenkassen Akkupunktur-Behandlungen über ihn genehmigt haben und es fehlt der Flyer von „Dr. Zurückhaltend“, der über den Ausbau seiner Praxis in modernste Medizintechnik informiert. Mehr als Werbung wäre im Rahmen solcher Flyer auch der Hinweis, dass Patienten ab sofort zu jeder Zeit medizinischen Rat erhalten, selbst wenn der Doktor schläft oder in Urlaub ist.

Dazu ist der Anschluss an eine Notrufzentrale (Assistance-Center) möglich, die individuell auf die Vorgaben der jeweiligen Arztpraxis reagiert, sobald ein Patient anruft.
Werbung für die Arztpraxis ist also – wenn sie gut gemacht wird – in Wahrheit Patientenfürsorge.

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